28.12.2011
Taizé-Treffen
Vorfreude auf Berlin
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat das heute beginnende Europäische Taizé-Jugendtreffen in Berlin als „eine großartige Tradition“ bezeichnet. „Den Jahreswechsel zu gestalten mit gemeinsamem Gebet und im Nachdenken über Gott und unsere Welt, das ist eine überzeugende Form“, erklärte der rheinische Präses am Dienstag in Hannover. Er freue sich auf die Gemeinschaft.
Zugleich dankte Schneider der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Erzbistum Berlin und dem Berliner Senat, die die Einladung zu dem Treffen ausgesprochen hatten. Außerdem würdigte Schneider den Einsatz der zahlreichen Berliner Kirchengemeinden, die sich als gute Gastgeber zeigten. „Wieder einmal ist die Welt zu Gast bei Freunden in Berlin“, sagte der Ratsvorsitzende.
Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt, würdigte das alljährlich in einer anderen europäischen Stadt stattfindende Jugendtreffen der Gemeinschaft von Taizé als ein „wunderbares Zeichen der Hoffnung und Zuversicht“. Von Berlin werde in den kommenden fünf Tagen ein „Energieschub für die Seele“ ausgehen, erklärte Göring-Eckardt, die auch Bundestagsvizepräsidentin ist. Nicht Krisen, Skandale und Katastrophen würden das Miteinander der Jugendlichen und ihr Nachdenken über die Welt prägen, sondern Vertrauen auf Gott und die Gemeinschaft im Gebet und im Feiern des Glaubens. „Wie schon beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden gilt auch hier: Gemeinsam sind wir stark. Wir können die Welt verändern - gemeinsam und jeder und jede einzelne“, sagte Göring-Eckardt. Schneider und Göring-Eckardt werden am Freitag an einem Abendgebet in den Berliner Messehallen teilnehmen.
Zu dem fünftägigen Jugendtreffen werden rund 30.000 Teilnehmer aus zahlreichen Ländern erwartet. Das bis zum 1. Januar dauernde Treffen ist Teil eines „Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde“, zu dem von Taizé aus seit 34 Jahren jedes Jahr eingeladen wird, zuletzt nach Rotterdam, Posen, Brüssel und Genf. Den Mittelpunkt bilden drei gemeinsame Gebete am Tag: Am Morgen in rund 160 Gastkirchengemeinden, mittags und abends in den Berliner Messehallen. Daneben finden Diskussionsveranstaltungen zu
unterschiedlichen Themen statt.
text: epd/ör-wj
zurück zur Übersicht