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25.08.2011

Studie

Öfter gelobt - seltener krank

(foto: aok)

Studie: Beschäftigte werden vom Chef selten gelobt

Mitarbeiter, die von ihren Führungskräften gut informiert werden und Anerkennung erfahren, sind einer Studie zufolge seltener krank und identifizieren sich häufiger mit ihrem Unternehmen. »Doch viele Chefs verhalten sich nicht entsprechend«, sagte Helmut Schröder, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, am Dienstag bei der Vorstellung des Fehlzeiten-Reports 2011 in Berlin. Der Fehlzeiten-Report wird vom AOK-Institut, der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin erstellt.

Für die Studie wurden fast mehr als 28.000 Mitarbeiter aus 147 Unternehmen befragt. Danach nehmen 54,5 Prozent der befragten Mitarbeiter Lob von ihrem Vorgesetzten nur selten bzw. nie wahr. 41,5 Prozent sagten, dass ihre Meinung vom Vorgesetzten bei wichtigen Entscheidungen nicht beachtet werde.

Die Zahl der Krankheitstage nahm laut Instituts-Geschäftsführer Schröder im Jahr 2010 leicht zu. Dieser Trend habe sich auch im ersten Halbjahr 2011 fortgesetzt. Im Durchschnitt dauerte 2010 eine Arbeitsunfähigkeit 17,6 Tage. Die Daten basieren auf den Fehlzeiten der mehr als zehn Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen. Die meisten Krankheitstage entfielen 2010 auf die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen (24,2 Prozent). Darauf folgen akute Verletzungen (12,9 Prozent), Atemwegserkrankungen (zwölf Prozent) und psychische Erkrankungen (9,3 Prozent).

Nach den Angaben nehmen die psychischen Erkrankungen weiter zu: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund dieser Erkrankung um 0,7 Prozentpunkte angestiegen. Insgesamt ist seit 1994 bei den Arbeitsunfähigkeitsfällen ein Anstieg der psychischen Erkrankungen von mehr als 100 Prozent, bei den Arbeitsunfähigkeitstagen um nahezu 90 Prozent zu verzeichnen.

Die meisten Ausfalltage gab es 2010 vor allem in körperlich stark beanspruchenden Berufen, wie etwa bei Straßenreinigern und Abfallbeseitigern (30 Tage) und Waldarbeitern (25,8 Tage). Die niedrigsten Krankenstände waren bei Hochschullehrern und Dozenten (4,8 Tage) zu verzeichnen.

text: epd/ör-wj
foto: aok

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