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09.09.2011

AltPräses

Manfred Kock feiert 75 Jahre

Der frühere rheinische Präses und ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Manfred Kock wird am Mittwoch 75 Jahre alt. Kock war von 1996 bis 2003 Präses der rheinischen Landeskirche, von 1997 bis November 2003 stand er als EKD-Ratsvorsitzender an der Spitze von 26 Millionen Protestanten in Deutschland.

Auch in Wuppertal hat der engagierte Theologe Spuren hinterlassen. So legte er zusammen mit dem damaligen Ministerpräsidenten Johannes Rau den Grundstein zum Bau der neuen Bergischen Synagoge. Das Grundstück dazu, neben der Gemarker Kirche, hatte die Evangelische Kirche im Rheinland unter seiner Leitung der Jüdischen Kultusgemeinde geschenkt und damit den Bau der Synagoge nur fünf Meter neben der Kirche möglich gemacht. Auch bei der Eröffnung der Synagoge im Jahr 2002 war Kock einer der Ehrengäste neben Bundespräsident Johannes Rau und Staatspräsident Moshe Katzav. Im Jahr 2003 trug sich Kock ins Goldene Buch der Stadt Wuppertal ein.

Wichtige Themen seiner Amtszeit waren neben der Ökumene und dem Verhältnis von Christen und Juden die Friedens- und die Bioethik sowie die Zuwanderung und der Wandel des Sozialstaates. Kock gilt aus ausgleichender Moderator und Brückenbauer.

Manfred Kock wurde am 14. September 1936 in Burgsteinfurt im Münsterland geboren. Nach dem Abitur studierte er Evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Münster und Tübingen. In einer Bergarbeitergemeinde in Recklinghausen trat er 1962 seine erste Pfarrstelle an. Kock wechselte 1970 als Jugendpfarrer nach Köln, wo er bis heute lebt. Im Januar 1976 wechselte er in die erste Pfarrstelle der  Kirchengemeinde Bickendorf in Köln-Bocklemünd. Ab 1980 gestaltete Kock als Superintendent und ab 1988 als Stadtsuperintendent evangelisches Leben in Köln maßgeblich. "Misch dich ein" war der Slogan einer Werbekampagne, die in den1990er-Jahren unter seiner Verantwortung das Image der evangelischen Kirche aufpolierte.

Nach dem plötzlichen Tod das damaligen Präses Peter Beier wurde er 1997 zum Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland gewählt. Im November 1997 folgte überraschend seine Wahl zum Vorsitzenden des Rates, des höchsten Entscheidungsgremiums der EKD. Von 1988 bis 1992 und von 1994 bis 1998 war Kock, der für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, Synodenpräses der Evangelischen Kirche der Union.

text:epd/m.göbler/ör-mg

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