24.11.2011
EKD
Hoffnungslichter

Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider
Die christlichen Kirchen müssen sich nach Ansicht des rheinischen Präses Dr. Nikolaus Schneider intensiv für die Belange armer Menschen einsetzen. Es gelte, politisch und laut zu werden, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Berlin bei der Vorstellung eines Buchs zur Advents- und Weihnachtszeit, das er mit seiner Frau Anne geschrieben hat. »Wir müssen uns zumindest an diesen Stellen engagieren, wo es um sozialstaatliche Rechte und Regelungen geht.«
Schneider warnte zugleich davor, biblische Texte zu radikal und als Waffe in politischen Kämpfen zu benutzen. Er selbst kenne die überlegene Hochstimmung, wenn er Stellen aus der Schrift lese, die auf Ungerechtigkeiten hinweisen. ›Verbalradikalismus‹ anhand biblischer Worte schaffe aber Distanz und helfe wenig.
Stattdessen müsse aus christlichen Grundlagen heraus eine gerechte Struktur entwickelt werden, in der Reiche und Arme gleichermaßen zu ihren Rechten kommen, betonte der Präses. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe bei der Buchvorstellung sagte bei der Buchvorstellung: »Christliche Verantwortung ist nicht nur Suppenküche, sondern Sozialpolitik.«
In ihrem Buch ›Hoffnungslicht in kalter Nacht‹ schildern Anne und Nikolaus Schneider ihre Weihnachtstraditionen, erläutern in Streitgesprächen theologische Hintergründe und diskutieren darüber, was das Weihnachtsfest für Benachteiligte oder Menschen nach Schicksalsschlägen bedeuten kann. So berichtet das Paar unter anderem, wie es Weihnachten seit dem Tod der jüngsten Tochter Meike verbringt. Sie war im Jahr 2005 an Leukämie gestorben.
Das Buch ›Hoffnungslicht in kalter Nacht - Gedanken zur Weihnacht ‹ von Anne und Nikolaus Schneider, ist im Kreuz Verlag Freiburg erschienen um im Buchhandel zum Preis von 14,95 Euro erhältlich.
Text: epd-west/ör-mg
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