10.09.2011
Schulreferat
Wiseguy Eddi coacht Schule

Edzard Hüneke heute am WDG
Das Vorprogramm zum großen Konzert am Abend: Eddi von den Wiseguys sprach heute mit Schülern und Lehrern über Musik und anderes.
Wie entsteht die Idee für ein erfolgreiches Lied? Was passiert in den Stunden vor einem großen Konzert hinter dem Vorhang? Und hat ein Sänger mit über 25 Jahren Bühnenerfahrung immer noch Lampenfieber? Fragen wie diese - und auch ganz andere- beantwortete der Wiseguy Edzard Hüneke, genannt Eddi, heute neugierigen Schülern und Lehrern in der Aula des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums. Kurz vor dem abendlichen Konzert in der Stadthalle kam Eddi mit seinem Sohn Max für eine Fragestunde in die benachbarte Schule- eine Veranstaltung vom Schulreferat der Evangelischen Kirche in Wuppertal.
Die Wiseguys, die als bekannteste und beliebteste A-Capella-Band Deutschlands gelten, erlangten in den letzten Jahren unter anderem im Rahmen der Kirchentage noch größere Bekanntheit. Eddi, selbst Pfarrerssohn und ehemaliger Theologiestudent, erzählte den Zuhörern vom Zusammenleben in der Band und dem Alltag eines Musikers, und sprach über kirchliche und gesellschaftliche Themen.
Die anfänglich erwartungsvolle Schüchternheit des Publikums war bald einer entspannten und persönlichen Atmosphäre gewichen. So nahm das Publikum es Eddi auch kaum übel, als er auf die Frage, in welcher Stadt er am liebsten auftrete, nicht Wuppertal sagte. Ein persönlicher Bezug zur Stadt sei dennoch vorhanden, versöhnte Eddi das Publikum und erzählte von seiner ehemaligen Wuppertaler Freundin und seinen schönsten Konzerterinnerungen. Dazu zähle beispielsweise die Schneeballschlacht nach einem winterlichen Konzert in Wuppertal.
"Als ich heute meinem Sohn die Schwebebahn gezeigt habe, war er ganz verwundert, dass die Straßenbahn hier verkehrt herum fährt." sagte Eddi und zeigte mit dem Finger auf ein Fenster der Aula, hinter dem gerade eine Schwebebahn entlangfuhr. Und als er zum Abschluss ein Präsentkörbchen der Wuppertaler Fair Trade Marke Gepa überreicht bekam, reagierte er mit begeisterten Augenbrauenwackeln nach Eddi-Art.
Zum Abschied studierte Eddi mit den Anwesenden noch den Reisesegen "Möge die Straße" im vierstimmigen Satz ein. Dann brach er zum Einsingen fürs große Konzert in die Stadthalle auf.
text: eva haude
fotos: jan kleinschmidt
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