19.08.2011
Diakonie
Ökumenische Sommertour

Dr. Martin Hamburger (links) und Dr. Christoph Humburg (2.v.links) mit Mitarbeitenden des Heilpädagogischen Zentrums in Warburg
Die Chemie stimmt zwischen den beiden Chefs der großen Wuppertaler Wohlfahrtsverbände: Für Dr. Christoph Humburg (Caritas Wuppertal/Solingen) und Dr. Martin Hamburger (Diakonie Wuppertal) ist Ökumene gelebte Wirklichkeit, die auch im persönlichen Miteinander zum Tragen kommt. Seit zwei Jahren nehmen sich beide in der ruhigeren Sommerzeit eine Auszeit, um gemeinsam für zwei bis drei Tage auf Tour zu gehen.
Diesmal ging es auf biographischen Pfaden nach Ostwestfalen: Zunächst besuchten die beiden in Bethel bei Bielefeld die von Bodelschwinghschen Anstalten und die Diakoniehochschule. Dort hat Martin Hamburger über das Thema "Euthanasie im 3. Reich" promoviert und so kam der katholische Freund und Kollege in den Genuss einer Spezialführung durch die "ur-evangelische Diakoniehochburg".
Am zweiten Tag kam es zum Wechsel in der Tourführung: In Christoph Humburgs Heimatstadt Warburg (Kreis Höxter) besuchte das Duo das Heilpädagogische Zentrum (vormals Laurentiushaus), in dem Humburg vor Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter erste Witterung für die spätere Berufswahl aufnahm.
In einem Gespräch mit Vertretern von Caritas und Diakonie des Kreises Höxter warben die beiden Bergischen, die auch die neu gegründete Kinderhospizstiftung vertreten, für eine Kooperation der ambulanten Kinderhospizdienste Höxter/Paderborn mit dem geplanten Kinderhospiz im Burgholz. "Familien mit schwerstmehrfachbehinderten und lebensverkürzt erkrankten Kindern benötigen unsere Hilfe im Bergischen Städtedreieck. Aber dazu gehört auch, dass Eltern vorübergehend ein stationäres Angebot zur eigenen Entlastung vorfinden. Warum nicht auch Eltern aus Warburg und Höxter" erklärte Humburg.
Die Vertreter von Diakonie und Caritas im Kreis Höxter waren sehr interessiert an den Wuppertaler Plänen. Und auch überrascht von der ökumenischen Konsequenz, mit der die oft konkurrierenden Wohlfahrtsdverbände Caritas und Diakonie hier den christlichen Anspruch von Lebensbegleitung bis zum Ende ernstnehmen und umsetzen. Für Christoph Humburg und Martin Hamburger steht derweil fest: "Wir werden unsere gute Zusammenarbeit bei Themen und Projekten im Sinne der Menschen in unserer bergischen Region fortsetzen!" Und noch eins ist klar: "Wir werden spätestens im nächsten Sommer wieder gemeinsam auf Tour gehen".
text: w.jacken/ör
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