18.09.2011
Unterbarmen
Konzentration und Aufbruch
Die Evangelische Kirchengemeinde Unterbarmen hat in einer Gemeindeversammlung heute Morgen die Ergebnisse ihrer mittelfristigen Planung unter dem Motto „Unterbarmen – Gemeindevielfalt im Stadtteil“ vorgestellt.
Grundlage für das auf einer Klausurtagung erarbeitete und im Presbyterium beschlossene Konzept waren die Ergebnisse einer Steuerungsgruppe und eines Lenkungsausschusses, die seit dem Jahr 2010 die Situation der Gemeinde analysiert und erste konzeptionelle Überlegungen erarbeitet hatten, die trotz des Haushaltsdefizits die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde ermöglichen sollten.
Auf dem Hintergrund von weiter sinkenden Gemeindegliederzahlen und dem erfolgten Abbau von 2,2 Pfarrstellen umfasst das in großer Einmütigkeit über Bezirksgrenzen hinweg verabschiedete Konzept folgende Kernpunkte:
Personal:
Der Spielraum von auslaufenden Arbeitsverträgen wird genutzt, um die anfallende Arbeit neu zu koordinieren und aufzuteilen. Kündigungen konnten vermieden werden.
In der Kirchenmusik wird in Kooperation mit dem Theologischen Zentrum wieder eine qualitativ hochwertige A-Musiker-Stelle eingerichtet, die zu 50% der Gemeinde zugute kommt.
Im Arbeitsfeld Gemeindepädagogik (Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit) wurden bewusst keine Einsparungen vorgenommen. Der Küsterdienst wird zukünftig durch eine Teamleitung koordiniert, bestimmte Dienste werden an Fremdfirmen vergeben.
Projekte:
Im Bereich der Kirchenmusik werden neue Angebote in der Chor- und Instrumentalmusik ermöglicht. Der Unterbarmer Kinderteller bildet einen starken sozial-diakonischen Akzent. Die Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit werden verstärkt. Ein gesamtgemeindlicher Gemeindebrief ist in Vorbereitung.
Gebäude:
Die Unterbarmer Hauptkirche und das Gemeindezentrum Martin Luther-Straße werden langfristig gesichert. Ein Gemeindebüro mit geregelten Öffnungszeiten wird im Gemeindehaus Martin-Luther-Straße eingerichtet. Die Gemeinde bleibt mit Räumlichkeiten für Gruppen in allen Bezirken präsent, auch wenn das Gemeindehaus Hesselnberg und das Gemeindezentrum Christuskirche aufgegeben werden. Bei den drei gemeindeeigenen Kindertagesstätten wird der Standort Annabergstraße aufgrund der mangelnden Zukunftsfähigkeit aufgegeben, wobei ein entsprechender Beschluss vom EKV-Vorstand zu fassen ist. Das Familienzentrum Pauluskirchstraße bleibt mit vielfältigen Angeboten bis hin zu OT und Hausaufgabenbetreuung Anlaufstelle für Eltern und Kinder.
Fazit:
Pfarrer Dieter Albat fasst die Beschlüsse zusammen: „Wir sind als Gemeinde im Aufbruch! Und wir werden in allen Quartieren und Bezirken in erreichbarer Wohnortnähe weiterhin mit bewährten und auch neuen Angeboten präsent sein, wobei zukünftig auch verstärkt gesamtgemeindlich gedacht und gehandelt werden soll. Wir stellen uns den Herausforderungen und vertrauen auf unsere engagierten und motivierten Mitarbeitenden und viele neue Ideen für eine lebendige Stadtteilgemeinde in Unterbarmen.“
text: unterbarmen/w.jacken/ör-wj
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