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15.08.2011

Helios-Klinikum

Ethikkomitee hilft bei Konflikten

Die Mitglieder des neu gegründeten Klinischen Ethikkomitees (KEK) am HELIOS Klinikum Wuppertal (Reihenfolge nicht wie im Bild) Prof. Johannes Jörg, Prof. Kurt Rasche,Dr. Gabriele Wöbker, Dr. Oliver Schmalz,, Sylvia Locher, Marianne Sommer, Olaf Schwarz,Helga Schröck-Vietor, Quirin Sailer, Barbara Knoblauch, Michaela Höhne, Caroline Scheidereiter-Krüger, Angelika Wiegand, Rebecca Breit, Tanja Bertol (nicht im Bild) und Rainer Wirtz. Die Mitglieder des KEK repräsentieren die klinischen Arbeitsbereiche Medizin, Pflege, Seelsorge, Islamkunde, Sozialdienst, Patientenvertretung, Qualitätssicherung, Psychotherapie und Recht. Foto: Mutzberg (foto anklicken!)

Die Möglichkeiten der modernen Medizin stellen Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie die Beschäftigten aus Medizin und Pflege immer wieder vor schwierige ethische Konflikte. Die klassische Fragestellung hierbei: Müssen alle zur Verfügung stehenden Mittel auf jeden Fall, für jeden Patienten, in jeder Situation ausgeschöpft werden? Oder gibt es gute Gründe, sich als Patient oder als behandelnder Arzt dagegen zu entscheiden?

Am HELIOS Klinikum Wuppertal hat sich kürzlich ein Klinisches Ethikkomitee (KEK) gegründet, das dazu beitragen möchte, dass eine patientenorientierte Versorgungskultur gepflegt wird. Medizinische Leistungen sollen nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik sondern auch im Einklang mit sozialen und ethischen Erwägungen angeboten werden.

Das KEK dient Patientinnen und Patienten, Angehörigen sowie allen Klinikbeschäftigten als hilfreicher Ansprechpartner, wenn es um die Bewältigung ethischer Konflikte im Rahmen der medizinischen Versorgung geht.

Wer ist das KEK?
Das Klinische Ethikkomitee besteht aus 16 Mitgliedern, die aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen kommen. Vorsitzender ist der frühere Chefarzt der Klinik für Neurologie, Prof. Dr. med. Johannes Jörg. Das KEK wird von der Geschäftsleitung unterstützt und finanziell gefördert.

Was bietet das KEK an?
Klinische Ethikberatung und ethische Fallbesprechungen mit Patienten, Mitarbeitern und Angehörigen im Fall von ethischen Konflikten im Rahmen der medizinischen Versorgung. Bei Bedarf können auch externe Berater mit ethischer Kompetenz hinzugezogen werden.

Wer ist Ansprechpartner, wenn ein ethischer Konflikt im Raume steht?
Erster Ansprechpartner ist der KEK-Koordinator Pfarrer Rainer Wirtz, der auf folgenden Wegen zu erreichen ist: Telefon: (0202) 896-5414, mobil: (0170) 48 40 640, E-Mail: rainer.wirtz@helios-kliniken.de.

Gibt es ein Antragsformular, das bei Inanspruchnahme auszufüllen ist?
Dem KEK reicht ein formloser, schriftlicher Antrag, um tätig werden zu können. In bestimmten Ausnahmefällen ist es auch zulässig, das KEK mündlich einzubeziehen.

Wer darf das KEK um Hilfe bitten?
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen und Patienten sowie engste Angehörige

Wie geht es nach Einbeziehung des KEK weiter?
Mindestens zwei, möglichst drei Mitglieder des KEK führen zeitnah eine Fallberatung durch, in welcher der Fall diskutiert wird. Das Beratungsergebnis wird schriftlich fixiert und dem Antragssteller zugeleitet. Es stellt lediglich eine Handlungsempfehlung dar. Die letzte Entscheidung obliegt der behandelnden
Ärztin/dem behandelnden Arzt.

Für weitere Informationen stehen Ihnen die Mitglieder des KEK – insbesondere der Koordinator Pfarrer Rainer Wirtz und der Vorsitzende Prof. Johannes Jörg – zur Verfügung.

text: helios/ör-wj

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