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Alle Fotoalben des Öffentlichkeitsreferats

10.12.2011

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Protest gegen Media Markt

Künstler entwirft Protestplakat gegen Weihnachtsslogan von Media Markt

Kreativer Protest gegen den Werbeslogan „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ des Elektronik-Riesen Media Markt: Der Düsseldorfer Designkünstler Heinrich Brandt hat ein Gegenplakat entworfen, das eine Bettlerin zeigt und den Werbespruch „Ich bin doch nicht blöd“ des Konzerns aufgreift. „Entscheidung vor Weihnachten“ beginne bei der Bettlerin und anderswo am 24. Dezember, heißt es auf dem Plakat unter Verweis auf die biblische Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium (Kapitel 2, Verse 1-20).

Arme Menschen in der ganzen Welt müssten wie die von ihm abgebildete Frau in Düsseldorf-Kaiserswerth für ihren Lebensunterhalt Geld erbetteln und nicht nur an Weihnachten „Überlebens-Entscheidungen“ treffen, schreibt Brandt in einem offenen Brief an die Media-Saturn-Holding. Manchen müssten „unter Tannenbäumen für eine Nacht kampieren, weil sie in Schonungen geschützt sind“. An das Konzernmanagement richtet der Designer die Frage: „Halten Sie Ihre Kunden für ’so blöde’, dass Weihnachten nur etwas mit dem Lied ’Süßer die ’Kassen’ nie klingen als zu der Weihnachtszeit’ zu tun hat?“

Gegen die Media-Markt-Werbung gibt es auch Proteste von Kirchenvertretern. Der Sprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland, Jens Peter Iven, reagiert dagegen gelassen. „Es ist doch wohl nicht zu bestreiten, dass sich viele Menschen zumWeihnachtsfest Plasmafernseher, Smartphones oder iPads schenken“, sagte er am Donnerstag in Düsseldorf dem epd. „Aber viele von denen kommen auch an Heiligabend in unsere Gottesdienste. Und darüber freue ich mich.“ In der Christvesper könne er den Menschen dann „gleich sagen, dass die Media-Markt-Werbung stimmt“, fügte Iven hinzu: „Weihnachten wird tatsächlich unterm Baum entschieden - da steht bei uns in der Kirche die Krippe mit dem Kind, das Freude und Liebe bringt.“

text: epd/ör-wj

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