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05.08.2011

August 1945

Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Gedenken an Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945

Friedens- und Anti-Atomkraft-Organisationen an Rhein und Ruhr erinnern mit Mahnwachen, Konzerten, Vorträgen und Kundgebungen an den 66. Jahrestag der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Bereits am Freitag gab es Veranstaltungen in Krefeld, Köln, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf und Herford. In Köln sollte am Freitagabend ein Konzert im Studio M22 unter dem Titel „Die Mauern stehen sprachlos und kalt“ an die Opfer der Atombombenabwürfe von 1945 erinnern.

Am Samstag gibt es in Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Schwerte und Herford Aktionen. In Dortmund gibt es ab 15 Uhr einen Mahngang durch die Innenstadt, vorbei am Platz von Hiroshima. Als Gastredner erwarten die Veranstalter unter anderem den Überlebenden von Nagasaki, Kazuo Soda. In Herford steht eine Mahnwache unter dem Motto „Abschaffung aller Atomwaffen, Stilllegung aller Atomanlagen und Nie wieder Krieg“. In Schwerte gibt es in der katholischen Kirche St. Viktor ein Friedensgebet für die Opfer der Atombomben. In Köln erinnert das Friedensforum am Mahnmal im Hiroshima-Nagasaki-Park ab 15 Uhr an die Atombombenabwürfe.

Auch am kommenden Montag und Dienstag gibt es Aktionen von Friedensaktivisten und Atomkraftgegnern aus Anlass des 66sten Jahrestages. So wird im Gemeindehaus der evangelischen Markuskirche in Düsseldorf-Vennhausen der amerikanische Dokumentarfilm „Atomwaffen: Nein danke!“ gezeigt. Am Dienstag findet in Oberhausen um 21 Uhr am Friedensplatz am Brunnen eine Gedenkveranstaltung statt. Man will an die Atombombenabwürfe erinnern und einer japanischen Sitte folgend der Opfer mit brennenden Kerzen gedenken. Auch in Rheinland-Pfalz finden Gedenkveranstaltungen statt. Am Samstag wollen Mitglieder der Friedenbewegung mit einer Mahnwache auf dem Kornmarkt in Trier den Abzug der vermutlich etwa 20 US-Atomsprengköpfe aus Büchel in der Eifel fordern. Vor dem dem Haupttor Fliegerhorst Büchel beteiligen sich Mitglieder der Friedensbewegung seit Donnerstagabend an einem fünftägigen Fasten
aus Protest gegen Herstellung und Einsatz von Atomwaffen. Nach Vermutungen der Friedensbewegung lagern in dem Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt die letzten 20 US-Atomwaffen in Deutschland.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs hatten die USA am 6. August 1945 eine Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima abgeworfen. Drei Tage später wurde das ebenfalls japanische Nagasaki Ziel der verheerenden Waffe. Hunderttausende Menschen starben sofort oder später an den Folgen der
Verstrahlung.

text: epd-west/ör-wj

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