12.11.2011
HerbstSynode 2011
Synode in Kürze
Wuppertaler Kreissynode ergänzt Vorschläge der Landeskirche
Die Beschlüsse der Kreissynode Wuppertal vom 11. und 12.11.2011 in Kurzform:
Personalplanung:
Die Kreissynode Wuppertal würdigt und unterstützt die Bemühungen der Landeskirche für eine tragfähige Personalplanung, lehnt jedoch Lösungsansätze ab, die den Kirchenkreis / die Kreissynode als Steuerungsebene der Personalplanung ermächtigen, ein Rahmenkonzept für Personalplanung im Kirchenkreis auf Basis der vier Modelle verpflichtend für die Gemeinden zu entscheiden. Zudem lehnt die Kreissynode kirchengesetzliche Regelungen verbindlicher Stellenkorridore oder andere verbindliche Stellenbemessungsgrundlagen ab.
Stattdessen befürwortet die Kreissynode eine Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden sowie zwischen Kirchengemeinden und Kirchenkreis in der Personalplanung. Zudem bittet die Kreissynode Wuppertal die Landessynode zu beschließen, dass zusätzlich zu den vier vorgeschlagenen Modellen auch das Modell der verbindlichen Prozesssteuerung der Personalplanung als 5. Modell aufgenommen wird. Änderungen oder Ergänzungen der Kirchenordnung sind nicht notwendig.
Verwaltungsstrukturreform:
Die Kreissynode begrüßt die Bemühungen der Landeskirche, Verwaltungsstrukturen effizienter und kostengünstiger zu gestalten und qualifizierte Unterstützung der Leitungsorgane zu gewährleisten. Allerdings hält es die Kreissynode für notwendig, regional unterschiedliche organisatorische, strukturelle und geografische Rahmenbedingungen durch angemessene Öffnungsklauseln zu berücksichtigen, die u.a. Diakonische Werke und Friedhofsverbände von einem gesetzlich geregelten Anschlusszwang an eine zentrale Kirchenkreisverwaltung aussparen und Rechtsträgern, die Pflichtaufgaben der gemeinsamen Verwaltung nicht finanzieren können, vor Ort erarbeitet Lösungen ermöglichen.
Kirchenmusik:
Die Kreissynode beschließt, mit der Personalplanung im Bereich der Kirchenmusik entsprechend dem Beschluss der Kreissynode zur "Personalplanung“ auf Kirchenkreisebene zu verfahren: Aufgabe des Kirchenkreises ist nicht die Steuerung eines zukünftigen Personalkonzepts in der Kirchenmusik zugunsten der Qualitätssicherung, sondern die Steuerung des Beratungsprozesses.
Wahlen:
Zur 1. Stellvertreterin des Skribas wird Pfarrerin Friederike Slupina-Beck (Evangelische Gemeinde Ronsdorf) gewählt.
Superintendentenbericht:
In ihrem ersten Bericht als Superintendentin bringt Ilka Federschmidt Eindrücke und Beobachtungen aus dem Kirchenkreis in Relation zu den gegenwärtigen Reformüberlegungen. „Ich wünsche mir Reformwege, die dem Ziel entsprechen, das Miteinander als Kirche zu stärken für unseren Auftrag, die die wachsenden Ansprüche zusammen bringen mit dem großen Zuspruch Gottes. Ich wünsche mir eine Kultur der Beratung, die den geduldigen Austausch von Argumenten der autoritären Steuerung vorzieht, die die Gemeinde als konkreten Raum des Kircheseins ernst nimmt und zugleich ortsgemeindliche Selbstgenügsamkeit durch synodale Gemeinschaft weitet“
text: werner jacken/ör-wj
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