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20.10.2011

Ronsdorf

Neue Pfarrerin für den Knast

Ulrike Hollander wurde 1961 in Leer/Ostfriesland geboren und legte 1980 in Aurich ihr Abitur ab. Nach einem Voluntariat in Jerusalem folgte das Theologiestudium in Wuppertal, Heidelberg und Bochum. Nach dem Vikariat in Dinslaken und dem Hilfdienst in Wesel zog es die Norddeutsche zurück nach Wuppertal, wo sie 1991 Pfarrerin am Kaufmännischen Berufskolleg in Wuppertal wurde.

Seit 1997 ist sie Pfarrerin am Berufskolleg Kohlstraße in Elberfeld mit den Schwerpunkten Ausbildung von Erzieherinnen, Berufsorientierung für schulmüde Jugendliche sowie Seelsorge und psychosoziale Beratung.

Der KSV wählte die 50-jährige Theologin und Mutter von zwei erwachsenen Söhnen heute Abend auf die 26. kreiskirchliche Pfarrstelle (Seelsorge JVA-Ronsdorf); die Besetzung der Pfarrstelle soll möglichst zum 01.11.2011 erfolgen.

Ulrike Hollander bildet mit Pfarrer Jönk Schnitzius das Seelsorgeteam an der neuen Justizvollzugsanstalt in Ronsdorf. Für sie bedeutet christliche Seelsorge im Knast neben der Beziehungsarbeit die Möglichkeit, den Anderen die Achtung vor der eigenen Gottebenbildlichkeit wiederfinden zu lassen, einen Zugang zur Kraft der Liebe zu eröffnen und daraus vollziehbare Schritte für ein Leben in und nach dem Strafvollzug zu entwickeln und zu erproben. "Darüber hinaus kann das Gefängnis ein guter Ort sein, um kreative und nährende Spiritualität in Gottesdienst und Ritualen zu entwickeln und zu feiern" sagt Hollander im Blick auf ihre neue Tätigkeit. "Ich möchte Jugendlichen so einen Zugang zu einem Orientierung gebenden Wertesystem eröffnen."

Sie freut sich über die Chance, in einem sich neu entwickelnden System wie der JVA Ronsdorf mit dem allgemeinen Vollzugsdienst sowie den anderen Fachdiensten zusammen zu arbeiten, um dabei zu helfen, das Ziel des Jugendstrafvollzugs zu erreichen: "Sozial verantwortlichere und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung positiv geförderte Jugendliche in den Ernstfall "Leben" zu entlassen".

text: w.jacken/ör-wj
foto: kk-wjacken

 

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