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16.11.2011

BußundBettag

Ein verlorener Feiertag mit Sinn

Der Buß- und Bettag am Mittwoch ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung.

Buße tun, heißt nicht büßen, sondern bereit zu sein, innezuhalten und das eigene Leben zu bedenken. Buße tun kann auch heißen, sich der selbstgemachten Fehler bewusst zu werden und die Dinge künftig anders zu machen. So muss manch falscher Wege zurückgegangen werden, manchmal müssen Dinge aufgegeben werden, mancher wird auch wieder bei Null beginnen müssen. Wer Buße tut, der will morgen eben nicht büßen müssen.

Christen fragen in Gottesdiensten am Buß- und Bettag danach, wie sie ihr Leben entsprechend dem Evangelium zu gestalten haben. In den Gottesdiensten werden Versagen und Schuld sowie Versäumnisse und Fehlentscheidungen vor Gott zur Sprache gebracht. Durch diesen Akt der Befreiung soll zugleich Trost und Hoffnung vermittelt werden.

Pfarrer Werner Jacken zum Buß- und Bettag: „Wir alle brauchen Zeiten, in denen wir innehalten und uns auf den Grund und das Ziel unseres Lebens besinnen können. Solche Tage gehören zum Wertvollsten, was Gott uns anbietet.“

Der Feiertag wurde vor einigen Jahren zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg nachgewiesen, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen. Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Gottesdiensten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist.

Alle Wuppertaler Gottesdienst am Buß- und Bettag hier...

Mehr zum Buß- und Bettag hier...

Der Ratsvorsitzende zum Bußtag...

text: öffentlichkeitsreferat/ör-wj/ör-mg

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