18.10.2011
CityKirche
Die Feigheit der Frauen

Bascha Mika
Ohne Rücksicht auf political correctness fragt Bascha Mika warum kluge, gut ausgebildete Frauen viele Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verspielen, warum sie sich von Liebe überlisten, vom
Hormonkomplott matt setzen oder in die Komfortzone locken lassen. Sie zeigt, wie Frauen sich selbst im Wege stehen, in Rollenfallen stolpern und zu Komplizinnen ihrer eigenen Selbstentwertung werden.
In vielen Gesprächen ist Bascha Mika Rollenfallen und Geiselmentalität auf den Grund gegangen: mit jungen und älteren Frauen, mit Erwerbstätigen und Hausfrauen, mit Müttern und Nichtmüttern. Sie
reportiert deren Geschichten, verdichtet die Erfahrungen, verknüpft sie mit wissenschaftlichen Befunden und einer wachen Beobachtung des Alltags. Bascha Mika ermutigt zu selbstbewussten Entscheidungen, Lust an Veränderung und Liebe auf Augenhöhe. Nur wenn Frauen das Spiel nicht mehr mitspielen, werden sich die Verhältnisse ändern.
Bascha Mika wurde 1954 in einem schlesischen Dorf in Polen geboren und übersiedelte als Kind in die Bundesrepublik. Nach einer Banklehre studierte sie Germanistik, Philosophie und Ethnologie. Sie arbeitete als Redakteurin und Journalistin und veröffentlichte 1998 eine kritische Alice-Schwarzer-Biografie, die für großes Aufsehen sorgte. Von 1999 bis 2009 war sie Chefredakteurin der taz. Heute ist sie Honorarprofessorin an der Universität der Künste, Berlin, und freie Publizistin. (C.Bertelsmann)
text:cke/ör-mg
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