11.10.2011
Oikocredit
Geldanlage, die zum Leben dient
Auch in diesem Jahr im Oktober wurde wieder die Arbeitsweise von Oikocredit in Wuppertal vorgestellt. Dazu wurde in der Gemarker Kirche eine Ausstellung mit Bildern aus der Arbeitsweise der Grameen – Bank (Muhammad Yunus) in Bangladesch aufgebaut. Sie ist noch bis einschließlich Samstag, dem 15. Oktober in der City – Kirche zu sehen, jeweils zu den Öffnungszeiten des Cafes.
Die Eröffnung durch Dr. Fidon Mwombeki, dem Präsidenten von Oikocredit, sowie die Grußworte von Frau Bürgermeisterin U. Schulz und von Herrn M. Voss von der Evangelischen Allianz schafften schnell eine aufgeschlossene Atmosphäre.
Beeindruckend erzählte Herr Dirk Sander aus Essen (Ökosoziales Forum) von seinem Besuch bei Muhammad Yunus, von der ganz anderen Arbeitsweise und der außerordentlichen Offenheit (Transparenz) der Grameen – Bank. Hier geht die Bank zu den Menschen und hilft ihnen, in allen Bereichen ihr Leben selbst zu gestalten. Vielen gelingt es, mit viel Anstrengung und mit Hilfe der Kredite, ihre Armut zu überwinden. Sie können dann ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten, das Schulgeld für ihre Kinder aufbringen und sogar für den Krankheitsfall eine Rücklage bilden.
Auch bei Oikocredit steht der Mensch und die Hilfe für sein Leben (Arbeit und Brot) im Mittelpunkt. Oikocredit praktiziert das nun schon seit über 35 Jahren.
Damit bestätigte dieser Abend, die Ausstellung und der Gottesdienst am Sonntag unsere Entscheidung, unser Spargeld bei Oikocredit anzulegen. Immerhin sind wir in Wuppertal schon über 200 Mitglieder bei Oikocredit, darunter 17 Kirchengemeinden. Sie alle haben ihr Spargeld bei Oikocredit angelegt, zum Wohle der Menschen in den armen Ländern.
Am Sonntag hat Herr Pfr. Dr. Wennemar Schweer im Gottesdienst in der Gemarker Kirche in seiner anschaulichen Predigt die Glaubensfrage gestellt: Wie gehen wir als Christen mit dem Mammon (Götze Geld und die Gier nach Geld) um. Jesus sagt ganz klar: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“
Für Oikocredit heißt daß, wir legen das Geld so an, daß es den Menschen dient, ihnen zum Leben verhilft.
text: hartmut jung/ör-wj
fotos: hartmut jung
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