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11.10.2011

!Gewonnen!

Ausgezeichnetes Do it!

Das Projekt ›Do it!‹ der Diakonie Wuppertal, mit dem sich engagierte Bürger als Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge engagieren, hat den diesjährigen Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland gewonnen. Überzeugt hat die Jury zum einen das Qualifizierungskonzept, das eine große Klarheit hinsichtlich der Erwartungen an die Ehrenamtlichen erkennen lässt und diese gut auf ihre Aufgabe vorbereitet. Zum anderen findet ein regelmäßiger moderierter Erfahrungsaustausch statt, der von den Ehrenamtlichen als sehr hilfreich empfunden wird, diesen aber zugleich ermöglicht, ihre Vormundschaften in großer Selbstständigkeit wahrzunehmen. Gewürdigt wurde, dass das Projekt der Offenheit, der Toleranz und der Integration dient und die Selbstbestimmung sowohl der Ehrenamtlichen als auch der minderjährigen Flüchtlinge fördert.

Eine landeskirchliche Jury hatte in den vergangenen Monaten die eingegangenen Bewerbungen um den Ehrenamtspreis im gesamten Gebiet der Landeskirche gesichtet. Insgesamt erhalten drei Projekte den jeweils mit 1000 Euro dotierten Preis, den Oberkirchenrat Klaus Eberl am 3. Dezember im Rahmen einer öffentlichen Festveranstaltung überreichen wird. Der Preis soll Zeichen des Dankes, der Anerkennung, der Würdigung und Förderung ehrenamtlicher Tätigkeit sein. Die Kirchenleitung der zweitgrößten evangelischen Landeskirche prämiert sowohl bewährte Formen, besonders aber auch neue ehrenamtliche Projekte. Die weiteren Preise gehen nach Duisburg und Burscheid.

Seit Anfang dieses Jahres sind Schätzungen zu Folge über 3500 minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung ihrer Eltern nach Deutschland eingereist. »Kinderflüchtlinge, die ohne Eltern oder Angehörige nach Deutschland kommen, sind eine besonders schutzbedürftige Gruppe«, sagt Katrin Löffelhardt, Leiterin des Projektes innerhalb der Migrationsdienste der Diakonie Wuppertal. »Die bewegenden Biografien und die komplexen rechtlichen Gegebenheiten erfordern eine intensive Unterstützung dieser Kinder und Jugendlichen.«

Hier setzt das Projekt ›Do it!‹ der Diakonie an. Es gewinnt nicht nur ehrenamtliche Vormünder, sondern qualifiziert und begleitet sie auch, um sie optimal auf ihre verantwortliche Aufgabe vorzubereiten. Gegenwärtig betreuen 17 ehrenamtliche Vormünder Kinder und Jugendliche aus Afghanistan, Palästina, Eritrea, Äthiopien und anderen afrikanischen Staaten. Sie machen sich stark für diese Kinder und Jugendliche und achten darauf, dass sie etwa eine Schulbildung und eine angemessene Unterbringung erhalten. Und sie unterstützen sie bei der Klärung der aufenthaltsrechtlichen Situation. Die Kinder und Jugendlichen erleben den ehrenamtlichen Vormund dabei als erreichbaren und verlässlichen Ansprechpartner, der sich um sie kümmert.

text: m. göbler/ör-mg

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