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10.08.2011

Lasker-Schüler

"Zentrum für verfolgte Künste"

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft begrüßt Expertise des Bundes

Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft (ESG) in Wuppertal begrüßt, dass sich der Bund eingehender mit dem „Zentrum für verfolgte Künste“ in Solingen und der Frage des Gedenkens an verfolgte Künstler und Schriftsteller in Deutschland befassen will. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages habe nun eine Expertise erstellt, teilte die ESG in Wuppertal mit. Diese Expertise weise unter anderem auf das Fehlen einer vom Bund geförderten Erinnerungsstätte allein für verfolgte Künstler hin und darauf, dass sich die Initiative „Zentrum für verfolgte Künste“ in Solingen derzeit als einzige Einrichtung dem Thema widme.

Das Gutachten verdeutliche, dass das Gedenkstättenkonzept des Bundes bislang nicht ausdrücklich Künstler und Intellektuelle der NS-Zeit und DDRDiktatur als Opfer politischer Verfolgung nenne, hieß es. Es gebe daher keine vom Bund geförderte Erinnerungsstätte eigens für Künstler, die in der NS-Zeit beziehungsweise DDR-Zeit verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden.

Die Expertise verweise darauf, dass sich derzeit allein das im Solinger Kunstmuseum angesiedelte „Zentrum für verfolgte Künste“ und die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft dem Thema „Verfolgung Exil von Künstlern“ widmeten, erklärte die Gesellschaft. Eine mögliche finanzielle Unterstützung der Initiative durch den Bund solle laut Expertise von einer Prüfung des Konzepts des „Zentrums für verfolgte Künste“ abhängig gemacht werden. Möglicherweise könnte die Solinger Initiative die Rolle eines nationalen Zentrums übernehmen.

Das seit Dezember vergangenen Jahres im Solinger Kunstmuseum angesiedelte „Zentrum für verfolgte Künste“ hat sich zum Ziel gesetzt, Exilgeschichten von Künstlern, Schriftstellern und Publizisten während des Nationalsozialismus und aus der DDR zu dokumentieren und zu erforschen und zum Thema von Seminaren, Diskussionen und Ausstellungen zu machen. Doch die Einrichtung steht erst am Anfang. Ihr fehlen zudem Gelder und öffentliche Anerkennung. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal gründete gemeinsam mit dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland („Exil-PEN“) eine Stiftung zum Aufbau des Zentrums.

Unterstützung erhielten die Initiatoren bereits durch Briefe von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und Prominente wie Udo Lindenberg, Iris Berben und Günther Uecker. Sie warben in Briefen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder um finanzielle und ideelle Unterstützung. Als einzige überregionale Institution beteiligte sich der ESG zufolge bislang der Landschaftsverband Rheinland mit einer Zustiftung von zwei Millionen Euro an der Stiftung „Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler“ der Gesellschaft.

text: epd-west/ör-wj
foto: museum baden, solingen

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft begrüßt Expertise des Bundes

Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft (ESG) in Wuppertal begrüßt, dass sich der Bund eingehender mit dem „Zentrum für verfolgte Künste“ in Solingen und der Frage des Gedenkens an verfolgte Künstler und Schriftsteller in Deutschland befassen will. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages habe nun eine Expertise erstellt, teilte die ESG in Wuppertal mit. Diese Expertise weise unter anderem auf das Fehlen einer vom Bund geförderten Erinnerungsstätte allein für verfolgte Künstler hin und darauf, dass sich die Initiative „Zentrum für verfolgte Künste“ in Solingen derzeit als einzige Einrichtung dem Thema widme.

Das Gutachten verdeutliche, dass das Gedenkstättenkonzept des Bundes bislang nicht ausdrücklich Künstler und Intellektuelle der NS-Zeit und DDRDiktatur als Opfer politischer Verfolgung nenne, hieß es. Es gebe daher keine vom Bund geförderte Erinnerungsstätte eigens für Künstler, die in der NS-Zeit beziehungsweise DDR-Zeit verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden.

Die Expertise verweise darauf, dass sich derzeit allein das im Solinger Kunstmuseum angesiedelte „Zentrum für verfolgte Künste“ und die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft dem Thema „Verfolgung Exil von Künstlern“ widmeten, erklärte die Gesellschaft. Eine mögliche finanzielle Unterstützung der Initiative durch den Bund solle laut Expertise von einer Prüfung des Konzepts des „Zentrums für verfolgte Künste“ abhängig gemacht werden. Möglicherweise könnte die Solinger Initiative die Rolle eines nationalen Zentrums übernehmen.

Das seit Dezember vergangenen Jahres im Solinger Kunstmuseum angesiedelte „Zentrum für verfolgte Künste“ hat sich zum Ziel gesetzt, Exilgeschichten von Künstlern, Schriftstellern und Publizisten während des Nationalsozialismus und aus der DDR zu dokumentieren und zu erforschen und zum Thema von Seminaren, Diskussionen und Ausstellungen zu machen. Doch die Einrichtung steht erst am Anfang. Ihr fehlen zudem Gelder und öffentliche Anerkennung. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal gründete gemeinsam mit dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland („Exil-PEN“) eine Stiftung zum Aufbau des Zentrums.

Unterstützung erhielten die Initiatoren bereits durch Briefe von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und Prominente wie Udo Lindenberg, Iris Berben und Günther Uecker. Sie warben in Briefen an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder um finanzielle und ideelle Unterstützung. Als einzige überregionale Institution beteiligte sich der ESG zufolge bislang der Landschaftsverband Rheinland mit einer Zustiftung von zwei Millionen Euro an der Stiftung „Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler“ der Gesellschaft.

text: epd-west/ör-wj
foto: museum baden, solingen

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