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20.12.2011

EKiR

Jugendkirchen und Sterbehilfe

Die Landessynode tagt im Januar wie immer in Bad Neuenahr (Archivbild)

Jugendkirchen und Sterbehilfe beschäftigen rheinische Landessynode

Theologische und soziale Fragen sowie Finanz- und Strukturthemen beschäftigten die nächste Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Das Parlament der zweitgrößten deutschen Landeskirche wird sich auf seiner Jahrestagung vom 8. bis 13. Januar im rheinland-pfälzischen Kurort Bad Neuenahr unter anderem mit Tod und Sterbehilfe befassen, wie ein Sprecher am Dienstag in Düsseldorf ankündigte. Dazu hält der Wiener Theologe und Sozialethiker Ulrich Körtner einen Vortrag.

Die 219 stimmberechtigten Synodalen diskutieren außerdem über Jugendkirchen und die Zukunft der Seelsorge in den verschiedenen Bereichen. Anträge aus den 38 Kirchenkreisen zwischen Niederrhein und Saar machen soziale und ethische Fragen wie Arbeitslosigkeit, Umgang mit Flüchtlingen oder Rüstung zum Gegenstand der Beratungen.

Vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen und Mitgliederzahlen wird es zudem um Personalplanung und Verwaltungsstrukturen sowie um Einsparungen gehen. Intensive Gespräche werden zum Finanzskandal beim Unternehmen bbz GmbH in Bad Dürkheim erwartet, das der rheinischen Kirche gehört. Es geriet unter anderem durch Fehlspekulationen in finanzielle Schieflage und musste von der Landeskirche mit 20 Millionen Euro gestützt werden. In dem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die Landessynode, das oberste Organ der rheinischen Kirche, verabschiedet auch den landeskirchlichen Haushalt für 2012. Am ersten Arbeitstag der Synode trägt traditionell Präses Nikolaus Schneider seinen Bericht vor. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit 2,8 Millionen Mitgliedern die zweitgrößte der 22 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Sie erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.

text: epd/ör-wj

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