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04.12.2011

Ehrenamtspreis

"Do it!" der Diakonie ausgezeichnet

Mitarbeitende im Projekt "Do it!" bei der Preisverleihung. (Foto zum Vergrößern anklicken) (Foto: ekir.de)

Mit dem Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland wurden in diesem Jahr drei Initiativen in Burscheid, Duisburg und Wuppertal ausgezeichnet.

Die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden am Samstagnachmittag in einer Feierstunde im Mutterhaus der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf von Oberkirchenrat Klaus Eberl überreicht. Der Ehrenamtspreis wird alle zwei Jahre vergeben.

Zu den diesjährigen Preisträgern gehört die mobile Evangelische Öffentliche Bücherei aus Burscheid, die Kindern aus bildungsfernen Familien eine kostenlose Buchausleihe ermöglicht. Das eher stille Projekt hielt die Jury für preiswürdig, weil hier ein Team von fünf Frauen den herkömmlichen Weg zur Bücherei dadurch ergänze, dass die Bücherei zu den Kunden gehe. Dies eröffne in einer ländlichen Region Teilhabe- und Integrationsmöglichkeiten, hieß es.

Als ein „innovatives, zukunftsweisendes und integratives Seelsorgeprojekt“ bewertete die Jury die Krisenbegleitung/Suizidprävention Duisburg gewürdigt. Bei dem aus der Telefonseelsorge Duisburg hervorgegangene Projekt nehmen sich sieben „hochkompetente und völlig selbstständig arbeitende Ehrenamtliche“ Zeit zum Gespräch, nehmen Anteil und geben so Gelegenheit, Suizidimpulse zu benennen und die Seele zu entlasten.

In dem vom Diakonischen Werk Wuppertal initiierten Projekt „Do it!“ haben derzeit 15 Menschen eine ehrenamtliche Vormundschaft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge übernommen. Diese Aufgabe erfordere hohe Verbindlichkeit - in der Regel dauert eine Vormundschaft drei bis vier Jahre - sowie eine umfassende Qualifizierung. „Das Projekt dient der Offenheit, der Toleranz und der Integration, es fördert die Selbstbestimmung der Ehrenamtlichen und der minderjährigen Flüchtlinge“, urteilte die Jury.

In der rheinischen Landeskirche sind zwischen Emmerich und Saarbrücken etwa 116.000 Frauen und Männer ehrenamtlich tätig. Mit dem seit 2007 vergebenen Preis sollen sowohl bewährte Formen ehrenamtlicher Arbeit, als auch neuartige Projekte vorgestellt und gefördert werden. Dies geschehe in den Bereichen Gottesdienst, Seelsorge/Beratung, sozialdiakonische Arbeit, Kultur- und Bildungsarbeit, Zielgruppenarbeit, allgemeine Gemeindearbeit und Gemeindeleitung, hieß es.

text: epd/ör-wj

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