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05.08.2011

Friedensdienst

Im Dorf der Hoffnung

Etwa ein Monat noch, dann geht´s für Caspar Wülfing los: Der 19-jährige Wuppertaler fliegt am 31. August nach Israel - um ein Jahr lang im Rahmen eines Freiwilligen Friedensdienstes im ehemaligen Kibbuz „Kfar Tikva” in der Nähe der Hafenstadt Haifa zu leben.

Caspar Wülfing, der kurz nach Ostern am Carl-Fuhlrott-Gymnasium sein Abitur machte, wird in Israel - zusammen mit elf anderen Freiwilligen - zum Betreuer-Team für die 150 Menschen mit Behinderung gehören, die in „Kfar Tikva”, was so viel wie „Dorf der Hoffnung” bedeutet, zu Hause sind. Caspar Wülfing, dessen Aufenthalt in Israel organisatorisch unter dem Dach der Evangelischen Kirche im Rheinland stattfindet, „entdeckte” das Ziel seines Friedensdienstes durch eine in Israel lebende Freundin seiner Mutter. Hinzu kamen Gespräche mit ehemaligen Friedensdienstlern, die den Wuppertaler neugierig auf die Bevölkerung, die Kulturaspekte und die Religionen in Israel gemacht haben.

Im Dorf der Hoffnung wird Caspar Wülfing für einen bestimmten behinderten Menschen zuständig sein, den er durch den Tag begleitet und unterstützt. Außerdem geht es darum, in den Werkstätten, Gärten und der Tierzucht des Ex-Kibbuzes, das in einer grünen Hügellandschaft eingebettet ist, zu arbeiten. Caspar Wülfing will mit seinem Friedensdienst im unmittelbaren Anschluss an die Schulzeit einen sozialen Beitrag leisten - und, wie er selbst sagt, „sich unabhängig vom Thema Wehrdienst machen”. „Dabei geht es mir vor allem darum, hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, die Völkerverständigung zu fördern und ein fremdes Land für mich zu entdecken”, so seine Begründung.

Der Wuppertaler wurde (und wird noch) bei Seminaren auf seine neue Aufgabe vorbereitet, erhält für seine Zeit in Israel monatlich ein kleines Taschengeld  - und freut sich, wenn er Unterstützer findet, die für das Gesamtthema der weltweiten Freiwilligen Friedensdienste an die Evangelische Kirche im Rheinland spenden. Das Konto der in Bonn ansässigen Arbeitsstelle für Freiwillige Friedensdienste hat die Nummer 109 002 6018 - bei der kd-Bank, Bankleitzahl 350 601 90. Weitere Infos gibt es auf www.ekir.de   

text: stefan seitz/rundschau/ör-wj
foto: privat

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