09.11.2011
Gedenken V
"Erinnern, hinsehen, handeln"
Begonnen hatten die Gedenkveranstaltungen in Vohwinkel mit einem ökumenischen Friedengebet um 17 Uhr.
Über 200 Menschen waren der Einladung der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden in Vohwinkel in die Ev. Kirche in der Gräfrather Straße gefolgt.
Pfarrer Dr. Lange und Pfarrer Bersch leiteten den Gottesdienst, der an die vielfältigen historischen Aspekte des 9. November in der deutschen Geschichte erinnerte.
Eindrücke vom Abend in unserm FOTOALBUM

Superintendentin Ilka Federschmidt (Für ein weiteres Foto bitte Foto anklicken.)
Um 17.30 Uhr begann die Gedenkveranstaltung auf dem Lienhardplatz, zu der das neu gegründete Netzwerk für Demokratie und Toleranz eingeladen hatte.
Über 2000 Wuppertaler und Wuppertalerinnen folgten dem Aufruf und versammelten sich mit Kerzen und Lichtern auf dem mittlerweile dunklen Platz.
Oberbürgermeister Peter Jung dankte den Anwesenden für das große Interesse und das deutliche Zeichen gegen Intoleranz, das mit dieser Veranstaltung nachdrücklich gesetzt werde. Superintendentin Ilka Federschmidt erinnerte in ihrer Ansprache an die Ursachen von Hass und Intoleranz: "Handeln aus dem Erinnern heißt genau hinzusehen, wo und warum die Suche nach Geltung und Gebrauchtwerden in der erwachsenen Gesellschaft für manche Jugendliche vergeblich bleibt".
Der anschließende Gedenkmarsch verlief weitgehend ruhig und führte über die Kaiserstraße bis zur Schillingstraße, wo Ulrike Schrader, die Leiterin der Begegnungsstätte Alte Synagoge, eindrücklich an das Schicksal einer jüdischen Familie erinnerte, die den 9. November 1938 in Briefen und Tagebucheintragungen festgehalten hatte.
text und fotos: werner jacken/ör
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