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26.10.2011

VEM

Bestürzt über Morde auf Philippinen

Kind auf dem "smokey Mountain" nahe Manila

Die Reihe von Morden an Menschenrechtsaktivisten in den Philippinen reißt nicht ab: In der vergangenen Woche fiel der italienische Priester Father Fausto Tentorio einem Verbrechen zum Opfer. Er hatte sich für die Belange der lokalen Bevölkerung in Arakan/Minadanao gegen die Interessen von Bergbauunternehmen eingesetzt. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) hat jetzt gemeinsam mit den anderen Partnern in Aktionsbündnis Menschenrechte einen Brief an Präsident Benigno Aquino gerichtet, in dem sie ihre Bestürzung über das Verbrechen zum Ausdruck bringen und endlich wirksame Schritte für ein Ende der Gewalt und der Straflosigkeit fordern.

Die Absichtserklärung des philippinischen Justizministeriums, eine Untersuchungskommission für diesen Fall einzusetzen und in alle Richtungen zu ermitteln, sei begrüßenswert, so das Aktionsbündnis. Doch trotz aller Anstrengungen habe es seit der Regierungsübernahme im vergangenen Jahr 60 Fälle von außergerichtlichen Tötungen gegeben. Es sei nicht hinnehmbar, dass Menschenrechtsaktivisten immer noch um ihr Leben fürchten müssten.

Bereits Anfang Oktober hatte die sich VEM anlässlich eines Besuches der neu berufenen philippinischen Botschafterin Maria Cleofe Natividad besorgt über die anhaltenden politischen Morde in den Philippinen geäußert. Erst im September hatte die VEM-Mitgliedskirche in den Philippinen, die UCCP, über die Ermordung eines Mitgliedes der Kirche berichtet, das sich für die Belange indigener Völker in Palawan eingesetzt hatte.

Gemeinsam mit Brot für die Welt, Misereor, dem eed, der Diakonie, amnesty international, missio München und dem Philippinenbüro im Aisenhaus e.V. ist die Vereinte Evangelische Mission über das Aktionsbündnis Menschenrechte – Philippinen seit Jahren im Dialog mit der philippinischen Botschaft in Berlin, um zur Verbesserung der Menschenrechtslage in den Philippinen beizutragen. Die Vereinte Evangelische Mission ist eine internationale Gemeinschaft von 34 Kirchen in Afrika, Asien und Deutschland und den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel.

text: vem-pressestelle/ör-wj

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