02.02.2012
Presbyteriumswahl
Engagiert evangelisch

Vizepräses Petra Bosse-Huber
Mit Blick auf die Presbyteriumswahlen am kommenden Sonntag hat die rheinische Vizepräses Petra Bosse-Huber das ehrenamtliche Engagement in Kirche und Gesellschaft gewürdigt. »Ehrenamtliches Engagement kann nicht ›von oben her‹ verordnet und geordnet werden, sondern wächst von unten her. Wesentlich ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen«, betonte die Vizepräses. In der rheinischen Kirche bringen sich mehr als 116.000 ehrenamtlich Mitarbeitenden auf allen Ebenen der Kirche ein, darunter 8.800 Mitglieder der Presbyterien. Etwa 73 Prozent aller Ehrenamtlichen sind Frauen. Das Bedürfnis, etwas mitzugestalten und soziale Kontakte mi anderen Menschen zu pflegen ist der häufigste Beweggrund für freiwilliges Engagement.
In Bezug auf die Presbyterien sagte Bosse-Huber, sie freue sich »welche Vielfalt und welcher Reichtum da in unseren Leitungsgremien versammelt ist – und zwar auf allen Ebenen, in den Gemeinden, den Kirchenkreisen und auf der landeskirchlichen Ebene.« Gleichwohl scheine es, dass es schwerer werde, Menschen für ein langfristiges Engagement zu gewinnen. »Aber der Einsatz für zeitlich begrenzte Projekte und für das, was den Menschen inhaltlich und biografisch am Herzen liegt, wird zunehmen. Es ist wichtig, dass Menschen erfahren, dass sie aktiv etwas gestalten und dafür Verantwortung übernehmen können«, betonte die Theologin und fügte hinzu: »Die Jugendlichen in den Gemeinden machen es uns vor. Da heißt ein wichtiges Schlagwort: Partizipation. Sie suchen immer wieder neue Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung und Teilhabe.« Dabei gelte es die Kultur der Wertschätzung in den Gemeinden zu fördern. »Ehrenamtliche haben einen Anspruch auf kontinuierliche persönliche und geistliche Begleitung. Dazu gehören Fortbildung, Ehrungen und Preisverleihungen, aber durchaus auch die traditionelle Dankveranstaltung für die Ehrenamtlichen. Wertschätzung und Anerkennung sind aber besonders auch dort wichtig, wo sie nicht im Licht der Öffentlichkeit sichtbar sind«, unterstrich Petra Bosse-Huber. Die Theologin wies darauf hin, dass die Evangelischen Kirche im Rheinland sich seit Jahren darum bemühe, diese Bereiche weiterzuentwickeln und zu fördern. Dies drücke sich aus etwa in den landeskirchlichen »Leitlinien für ehrenamtliche Mitarbeit«, im Ehrenamtspreis, den sie alle zwei Jahre verleiht, im umfangreichen Fortbildungsangebot oder im großen »Tag rheinischer Presbyterinnen und Presbyter«, der alle vier Jahre stattfindet.
text:ekir/ör-mg
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