03.02.2012
Presbyteriumswahl
Sie haben die Wahl

Am Sonntag werden in NRW die Leitungsgremien der evangelischen Kirchengemeinden, die Presbyterien, für die nächsten vier Jahre gewählt. In Wuppertal findet die Wahlhandlung in elf Gemeinden statt: Dort stellen sich mehr Kandidaten zur Wahl als Plätze im Presbyterium zu besetzen sind. In den anderen Gemeinden haben sich jeweils so viele Kandidaten gefunden wie es der Zahl der Sitze entspricht. Sie gelten damit als gewählt.
Superintendentin Ilka Federschmidt bittet die mehr als 65.000 wahlberechtigten evangelischen Kirchenmitglieder in Wuppertal von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen: Jede abgegebene Stimme und das Interesse an der Arbeit der Presbyterien stärke die Evangelische Kirche in Wuppertal, betonte die Theologin. Das zuständige Wahllokal ist auf der Wahlbenachrichtigung angegeben, die die Wahlberechtigten bis Mitte Januar erhalten haben. Wählen darf, wer entweder konfirmiert oder mindestens 16 Jahre alt ist; die Kandidatinnen und Kandidaten sind mindestens 18 Jahre alt.
Die Evangelische Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal geordnet. Das heißt, sie wird von den Gemeinden aus von gewählten Mitgliedern und in Gemeinschaft geleitet. Entsprechend wichtig ist die Rolle der ehrenamtlich tätigen Presbyterinnen und Presbyter. Sie entscheiden gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern vier Jahre lang über alle Belange ihrer Gemeinde. Sie beraten und beschließen beispielsweise über theologische Konzepte, über die Angebote der Gemeinde, über Verwaltungsfragen, über die Gestaltung des Gottesdienstes oder über die Verwendung der finanziellen Mittel.
Die Gemeinden bestimmen auch auf den Ebenen des Kirchenkreises und der Landeskirche mit, denn die Presbyterien entsenden Vertreter in die Synoden der Kirchenkreise, aus denen wiederum Vertreter in die Landessynode abgeordnet werden.
Die vorläufigen Ergebnisse zur Wahl in Wuppertal werden ab Sonntagabend hier veröffentlicht.
text: ekir/ör-mg
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