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11.04.2009

Eine unglaubliche Geschichte

Ökumenische Osterbotschaft 2009

"Wenn wir Christen Ostern feiern, dann werden in unseren Gottesdiensten unglaubliche Geschichten erzählt. Geschichten wie diese:

Jesus, der das Leben geliebt und die Liebe gelebt hat, wurde umgebracht. Er hat die Kreise der Mächtigen gestört. Von Gottes Reich hat er gesprochen. Was er damit meinte war viel mehr als nur die Ankündigung einer weiteren Reform, bei der ein bisschen geändert, aber nichts verändert wird. Er setzte auf Sanftmut, trat für Gewaltlosigkeit ein und wurde den Menschen gerecht, denen er begegnete. Menschen beurteilte er nicht nach Vermögen oder Leistung. Es sah auch in den Menschen, die nach den Maßstäben der Maßgeblichen nicht zählten, Menschen mit einer unzerstörbaren Würde. Für ihn waren alle Menschen als Ebenbilder Gottes geadelt. Jesus, der zeigt, wie Gott ist, wurde gekreuzigt und starb. Der Hoffnungsträger wurde begraben.

Wir kennen das: wenn der Tod in das Leben eingreift, dann ist es gut, wenn es hilfreiche Rituale beim Abschied gibt. Wenigstens daran kann man sich festhalten, wenn alles andere ins Wanken gerät. Drei Frauen machen sich am Tag nach Jesu Tod auf den Weg zu seinem Grab. Dem Toten wollen sie einen letzten Dienst erweisen, ihn mit Öl salben. Sie kommen zum Grab - es ist leer. Ihnen wird gesagt: „Er ist nicht hier!“ Jesus, der das Leben geliebt und die Liebe gelebt hat, ist nicht bei den Toten zu finden. Das Grab ist nicht der Ort, an dem man den Liebhaber des Lebens finden könnte. „Geht wieder ins Leben zurück.“, hören die Frauen. „Dort werdet ihr Jesus begegnen. Da werdet ihr ihn wahrnehmen. Da werdet ihr die Worte hören, die euch weiterbringen. Dort werde ihre neue Erfahrungen mit ihm machen. Er ist euch auf dem Weg zum Leben vorausgegangen.“

Wenn wir Christen Ostern feiern, dann werden in unseren Gottesdiensten unglaubliche Geschichten erzählt. Zum Beispiel die Geschichte von den drei Frauen am leeren Grab. Die Frauen waren entsetzt und verstört. „Wenn man wenigstens ein Grab hätte…. Das ist mehr als der Aufbruch ins Ungewisse.“ Diese Ostergeschichten wecken in uns den Glauben daran, dass der Tod nicht das letzte Wort in dieser Welt behält. Wir vertrauen darauf, dass Gottes Liebe zu uns Menschen stärker ist als der Tod. Wir glauben an den auferstandenen Christus.

Lassen Sie sich von unglaublichen Ostergeschichten herausfordern. Feiern Sie in Ihrer Kirchengemeinde Ostern. Frohe und gesegnete Ostern wünschen Ihnen

Dr. Bruno Kurth, Stadtdechant
Manfred Rekowski, Superintendent des Kirchenkreises Wuppertal"

Die Ostergeschichte können Sie in der Bibel in Markus 16, 1-8 (auch im Internet unter: www.bibleserver.com) nachlesen.

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