Wussten Sie schon...
Datenautobahn mit Baustellen

Der erste Schritt ist geschafft: Wir sind umgezogen! Noch ist nicht alles fertig - aber wir arbeiten dran!
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Die Macht der Bilder
Bildersturm: Manche Bilder werden richtig scharf, wenn man sie direkt mit dem Cursor anklickt.
Probieren sie es links: Toll - woll?!
Aber: Das klappt nicht bei allen Bildern...nur wenn wir wollen!

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Alle Fotoalben des Öffentlichkeitsreferats21.03.2009
Wieder ist es passiert
Michael Clauß zum Amoklauf in Winnenden

Michael Clauß ist Berufsschulpfarrer in Barmen und zuständig für Polizei- und Notfallseelsorge
Warum?
Wieder einmal mussten 16 Menschen sterben. Wieder einmal sind alle entsetzt und reagieren hilflos: Politiker, Eltern, Lehrer, junge und alte Menschen – alle fragen: Warum? Warum wird ein 17jähriger Junge, der gestern noch eine Mathe-Arbeit geschrieben hat, einen Tag später zum Mörder?
Es wird nach Verantwortlichen, nach Schuldigen gesucht: Politiker führen öffentlich ihre üblichen Diskussionen, fordern stärkere Waffenkontrollen, Verbot von Computer-Spielen, Kontrollen an den Schulen. Die Medien fragen: „Was machen Ihre Kinder eigentlich gerade?“ Überforderte Eltern weisen die Schuld überlasteten Lehrern zu. Oder haben die Psychiater versagt? Und überhaupt: Wofür haben wir eigentlich die Polizei?
Mich macht das wütend, denn wir kennen die Antworten längst. Nach Erfurt, Emsdetten und Winnenden hören wir wieder Schuldzuweisungen, die zu nichts führen, weil sie immer auf die anderen zeigen.
Mich macht es wütend, dass wir alle nicht mit den Fingern auf uns zeigen und uns fragen: Warum bekommen wir für einen Haufen altes Blech 2500 Euro, für ein Kind - unsere Zukunft – lediglich 100 Euro? Noch mehr Blech, dafür weniger Kinder? Welche Perspektive bieten wir jungen Menschen in unserer Gesellschaft, welche qualitativ guten Freizeitangebote?
In der aktuellen Berichterstattung tauchen Begriffe auf wie „fehlendes Selbstbewusstsein“, „Einzelgänger“, „verwöhnter Außenseiter“. Unsere Gesellschaft bietet keinen Platz für uncoole Menschen. Bohlen, Raab und Co präsentieren es zu den bes-ten Fernsehzeiten: Je mehr ich den Anderen erniedrige, je schlechter es dem anderen geht, desto besser fühle ich mich.
Ich erlebe es täglich als Pfarrer in der Schule und mit den Polizisten auf den Straßen: Jugendliche - oft erst 12 oder 13 Jahre alt - provozieren, kennen keine Grenzen, weil über ihre Grenzen gegangen wird. Sie haben keinerlei Respekt, weil ihnen kein Respekt entgegengebracht wird. Mit ihren Provokationen fordern sie unsere Aufmerksamkeit ein. Welches Vorbild geben wir ab?
Ich will nichts schön reden oder erklären. Es gibt keine Entschuldigung für grausame Taten. Mir geht es um die Frage: Was kann ICH als Mensch in dieser Gesellschaft tun, was kann ICH dazu beitragen, dass solche Taten nicht geschehen müssen?
Nicht große Würfe, Einschränkungen und Verbote sind die Lösung. Nein, kleine Schritte sind es, die die Welt verändern.
Was halten Sie davon, wenn Sie und ich nicht immer nur auf uns und unsere eigenen Vorteile schauen, sondern – mitten in der Passionszeit - damit beginnen, den Ande-ren zu sehen und damit ernst zu nehmen. Unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst? – Jetzt gleich!
Michael Clauß ist Schulpfarrer und Notfall- und Polizeiseelsorger
















