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Alle Fotoalben des Öffentlichkeitsreferats

11.06.2006

Deutschland und der Fußballgott -

Die besondere Auslosung

Ein junger Mann mit einem Fussball in den Händen

Deutschland hatte schon vor dem Beginn der Fußball-WM doppeltes Losglück. Die deutsche Nationalmannschaft hat mit Costa Rica, Polen und Ecuador eine einfache Vorrunden-Gruppe zugelost bekommen. Dadurch sollte der Weg in das Achtelfinale gesichert sein.

Noch glücklicher fiel das Los für Klinsis Knappen bei der Evangelischen Brüder-Unität aus. Die Herrenhuter losen für jeden Tag im Jahr ein Bibelwort aus. Die Losungen der Herrenhuter Brüder-Unität sind für viele Menschen ein täglicher Begleiter. Während der Fußball-Weltmeisterschaft werden einige Texte der Heiligen Schrift einen ungewohnten Kontext bekommen.

Am 9. Juni, dem Eröffnungstag der WM, an dem Deutschland gegen Costa Rica spielte, lautete der Losungstext: "Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt." (Psalm 57,3) Wie könnte so ein gutes Ende aussehen? – Statt eines Sieges könnten schöne und faire Spiele reichen. Wenn es keine großen Verletzungen oder Ausschreitungen während der WM gibt, ist das ein gutes Ende.

Den Kommentatoren am 9. Juli, dem Final-Tag, ruft der Prophet zu: "Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug!" (Jesaja 5,21) Sollte also wider Erwarten nach dem Achtelfinale für die deutsche Mannschaft Schluss sein, müssen die Kommentaren Netzer, Delling und wie sie alle heißen, sich fragen lassen, ob sie unser Team schlecht geredet haben.

Aber alle Prophezeiungen und Vermutungen über die WM stehen unter dem Vorbehalt, den der Lehrtext am Finaltag hochhält: "Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?" (1.Korinther 1,20) Wer auch immer schon vor dem ersten Anstoß einen Weltmeister küren will, dem macht Gott die Weisheit der Weltmeisterschaft zur Torheit. Es geht weniger um eine weise Prognose, sondern vielmehr um törichtes Hoffen, dass Gott die Sache „Weltmeisterschaft“ zu einem guten Ende führt.

Pfarrer zA Daniel Haas
arbeitet in der Gemeinde Elberfeld-Ost
und im Öffentlichkeitsreferat

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