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Datenautobahn mit Baustellen

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Die Macht der Bilder
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Schulanfang
Schule mit Spaß und weniger Druck

Beate Haude ist Schulreferentin im Kirchenkreis Wuppertal
49 Schulgottesdienste sind es in Wuppertal, die beginnen, wenn am Mittwoch und Donnerstag vormittags die Kirchenglocken läuten. Rund 2950 Schülerinnen und Schüler sind dazu anlässlich ihrer Einschulung eingeladen. An diesem besonderen Tag sind dort alle gern gesehen – die Schulkinder, deren Eltern, Geschwister und Großeltern und auch alle, die normalerweise nicht in die Kirche gehen oder einen anderen Glauben haben: Wir in der evangelischen Kirche freuen uns darauf, auch mit Menschen Schulgottesdienste zu feiern, die nur Gäste sein wollen.
Ein Wort zu dem, was die Kinder in den nächsten Jahren erwarten wird.
Es macht Spaß etwas Neues zu lernen. Und es macht Spaß, plötzlich immer mehr Wörter auf den Reklametafeln, in den Schaufenstern und auf Schildern lesen zu können. Es macht Spaß, selbst ausrechnen zu können, was drei Brötchen kosten, wenn eins 25 Cent kostet, und es macht Spaß die Lieder aus dem Schulgottesdienst bald auswendig singen zu können.
Leider bleibt es oft nicht bei der Freude am Lernen. Wir sind in unserer Gesellschaft gewöhnt, überall unsere Leistungen zu vergleichen und haben Angst, beim Vergleich auf den hinteren Plätzen zu landen.
Wer logisch denkt, muss merken, dass es nicht möglich ist, vordere Plätze zu belegen, wenn nicht auch die letzten Plätze belegt werden. Wer Wettbewerb will, hat immer auch Verlierer. Aber was wird mit den Verlierern im Schulsystem? Für diese schwierige Frage müssen wir menschfreundliche Antworten finden.
Das biblische Bild vom Menschen ist dabei dieses: Kein Mensch ist vor Gott verloren oder auf den letzten Plätzen. Im Gegenteil. Wenn wirklich jemand vor den Augen aller ganz hinten steht, wird er von Gott bevorzugt, so hören wir von Jesus immer wieder. Auf diese Weise kann niemand dauernd auf den letzten Plätzen bleiben. Vor Gott hat jeder denselben Wert, weil er sein Geschöpf ist. Aber weil jeder andere Eigenschaften und Talente hat, gilt es herauszufinden, was jeder besonders gut kann. Eine Gesellschaft, die das kann, wird besonders gut gedeihen.
Liebe Eltern, bitte machen Sie Ihrem Kind nicht zu viel Dampf, wenn es etwas in der Schule nicht schafft. Es ist gut, wenn man sich Mühe gibt und lernt, aber es ist nicht gut, wenn man sich quält. Erzählen Sie dann lieber in der Schule davon, damit die Lehrerinnen und Lehrer darauf reagieren können, und sprechen Sie andere Eltern an: es ist gut, wenn der Mensch mit seinen Sorgen nicht allein ist. Und es werden sich neue, gute Antworten auftun, die schlauer sind als der pure Leistungsdruck.
Beate Haude ist Schulreferentin im Kirchenkreis Wuppertal















