Wussten Sie schon...
Datenautobahn mit Baustellen

Der erste Schritt ist geschafft: Wir sind umgezogen! Noch ist nicht alles fertig - aber wir arbeiten dran!
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Die Macht der Bilder
Bildersturm: Manche Bilder werden richtig scharf, wenn man sie direkt mit dem Cursor anklickt.
Probieren sie es links: Toll - woll?!
Aber: Das klappt nicht bei allen Bildern...nur wenn wir wollen!

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Fotoalbum wird zur Diashow
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Alle Fotoalben des Öffentlichkeitsreferats15.12.2009
Kooperation
Innenwelten - Außenwelten
Im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Gewaltprävention“ im Evangelischen Religionsunterricht haben sich Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs am Kothen intensiv mit dem Thema Strafvollzug auseinandergesetzt. Einige Schülerinnen und Schüler zeigten über die Unterrichtsreihe hinaus ein großes Interesse vertiefend an dem Thema zu arbeiten und haben sich bereit erklärt ehrenamtlich ein Freizeitangebot für die inhaftierten Straftäter der JVA Wuppertal anzubieten
Darüber hinaus verpflichtet sich das Berufskolleg am Kothen in seinem Schulprogramm sowohl Arbeitsgemeinschaften anzubieten als auch Kooperationen mit außerschulischen Partnern einzugehen, um das Thema Gewaltprävention aufzunehmen und anschaulich und lebendig werden zu lassen. Statt in der Schule über sogenannte „Randgruppen“ zu reden und die harte Wirklichkeit auf Distanz zu halten, ist es den Lehrerinnen und Lehrern des Berufskollegs am Kothen wichtig, die Schülerinnen und Schüler vom Leben selbst lernen zu lassen. Daher ist die konkrete Zusammenarbeit mit der JVA Wuppertal sowohl für die Inhaftierenten als auch für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiges und konkretes Lernfeld, um soziale Verantwortung, Teamfähigkeit, Toleranz und Konfliktlösungsstrategien zu erlernen.
Da das Berufskolleg am Kothen seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf der Ausbildung von jungen Menschen im gestalterischen Bereich hat, bot es sich an, ein Freizeitangebot im künstlerisch-gestalterischen Bereich zu entwickeln.
Zitat eines Schülers während der Unterrichtsreihe: „Wer an einem Knast vorbeifährt, für den sind die Insassen draußen, außerhalb der Gesellschaft. Wer von Drinnen in die Freiheit blickt, für den sind die Andern draußen, in der Freiheit. Doch die Mauern trennen, jeder hat Angst vor dem Anderen. Mauern, ob sichtbar oder unsichtbar, verhindern Begegnung, Verständnis, Solidarität, Integration.“
Kunst ist für die Schülerinnen und Schüler ein Weg Mauern zu überwinden und eine Brücke zwischen den gesellschaftlichen „Innen- und Außenwelten“ zu bauen.
Das Projekt „Kunst ist Begegnung: Innenwelten-Außenwelten“ soll ein kooperatives Projekt zwischen dem Berufskolleg am Kothen und der Justizvollzugsanstalt Wuppertal sein, bei dem Schule sich der gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit öffnet und die beteiligten Schülerinnen und Schüler mit Straftätern künstlerisch in der JVA zusammenarbeiten. Die Begegnungen zwischen Inhaftierten und Schülerinnen und Schülern einer „normalen“ Schule erhalten ihre Dynamik aus dem Reiz des Unbekannten, das jede Lerngruppe für die andere enthält. Sowohl die Strafgefangenen als auch die Schüler und Schülerinnen sollen von den Reifungs- und Lebenserfahrungen der anderen profitieren. Beide Gruppen lernen andere Möglichkeiten und Bedingungen des Jung-Seins in unserer Gesellschaft kennen. Das künstlerische Tun soll als Ansatzpunkt für Gespräche und Gedankenaustausch dienen. Die Begegnung zwischen Inhaftierten und Schülern und Schülerinnen sollen dazu anregen, die unterschiedlichen Lebenswelten, Lebenshintergründe, Lebensschicksale und Lebenshaltungen wahrzunehmen, um daraus ein kritisches Verstehen zu entwickeln für ihre individuellen, gelungenen oder nicht gelungenen Biografien.
Das Freizeitangebot hat im Oktober begonnen und findet seitdem im wöchentlichen Rhythmus jeweils donnerstags in der Zeit von 18.00 – 20.00 Uhr im Freizeitraum des Hauses A oder B statt. Das Projekt endet am 17.12.09. Die Ergebnisse dieses Projekts werden im Rahmen einer Ausstellung im Januar öffentlich gemacht werden.
Das Projekt wird von Seiten der Schule durch einen Lehrer in Gestaltungslehre Herrn Ralf Blaschke und Pfarrerin Petra Wassill begleitet. Die Abende werden abwechselnd von einem der evangelischen Seelsorger (Pfarrer Stefan Richert) und einem katholischen Seelsorger (Kurt Uellendahl) der JVA begleitet.
Finanziert wird das Projekt weitestgehend von der Evangelischen Kirche im Rheinland / Kirchenkreis Wuppertal und dem Förderverein des Berufskollegs am Kothen.
Text: Petra Wassill
Foto: SchülerInnen Berufskolleg am Kothen

















